Archiv der Kategorie Liebesroman

Nicole C. Vosseler - Unter dem Safranmond

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Oxford 1853. Maya Greenwood ist die älteste Tochter gut situierter Eltern. Eigentlich ist es aber schon längst Zeit, die Zukunft der Tochter zu planen. Aber Maya ist anders als andere Mädchen ihres Alters. Sie will lernen, am liebsten studieren und fremde Länder bereisen. Aber die Universitäten bleiben ihr verschlossen, weil sie kein Mann ist. Als ihr Bruder auf Heimaturlaub nach Hause kommt, ist sie nicht nur von seinen Berichten über für sie exotische Länder fasziniert. Sie verliebt sich auch in seinen Begleiter, Ralph Garret. Als dieser um Mayas Hand anhält, wird er von den Eltern abgewiesen. Daraufhin brennen beide durch, heiraten in Schottland und gehen nach Arabien, wo Ralph seinen Dienst antreten muss. In der Fremde zeigt sich, ob beide wirklich für einander geschaffen sind.

Nach „Südwinde“ und „Der Himmel über Darjeeling“ war „Unter dem Safranmond“ nun der dritte Roman, den ich von Nicole Vosseler las. Wie schon in ihren anderen Romanen ist die akribische Recherche der Autorin auch in diesem Buch deutlich spürbar. Wahre Begebenheiten verknüpft sie gekonnt mit der fiktiven Handlung. Die Protagonisten sind interessant gezeichnet. Sie wirken sehr lebendig und menschlich und ihre Handlungen lassen sich vom Leser gut nachvollziehen. Besonders überzeugend waren der Wunsch Mayas nach Freiheit und deren enormer Wissenshunger geschildert,

Unter dem Safranmond“ ist eine sehr gefühlvolle Liebesgeschichte, die berührt und mitfühlen lässt. Leider haben Liebesgeschichten den Nachteil, dass sie zum Ende etwas vorhersehbar werden.

Nicole Vosseler hat einen ganz ungewöhnlichen Schreibstil. Sie verwendet sehr viele Adjektive. Dadurch werden ihre Geschichten sehr bildhaft geschildert und das Kopfkino setzt schnell ein. So waren Hitze und Sand, Gerüche und Geräusche förmlich spürbar. Stellenweise verlor sich die Autorin aber in ihren Beschreibungen und ihre Erzählung wirkte detailverliebt. Das störte meinen Lesefluss mitunter ein wenig.

Mein Fazit: „Unter dem Safranmond“ ist eine sehr unterhaltsame Liebesgeschichte, die mich an einem verregneten Wochenende mit auf die Reise in ferne Länder nahm. Dieses Buch wird sicher vornehmlich Leserinnen ansprechen und denen, die gern in Gedanken auf gefühlvolle Reisen gehen, kann ich es vorbehaltlos empfehlen.

Gebundene Ausgabe: 588 Seiten * Verlag: Luebbe Verlagsgruppe * ISBN-13: 978-3785723302

 

Kristin Valla - Muskat

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Zu dem Inhalt des Buches möchte ich nicht mehr schreiben, ich würde einfach zuviel verraten. „Muskat“ ist nur ein recht dünnes Buch, aber es ist von einer Tiefe, die man in so manchem seitenstärkeren Roman vergebens sucht. Sehr einfühlsam beschrieb die Autorin die Stimmungen und Lebenssituationen der Protagonisten. Wundervoll fand ich die Beschreibungen von Landschaften und Kristin Vallas Blick fürs Detail. Mich hat dieser Liebesroman tief berührt. Er ging mir unter die Haut und die intensiven Gedanken über Liebe und Freundschaft beschäftigen noch immer. Ich bin nicht unbedingt ein Freund von Liebesgeschichten. Wäre diese mir nicht empfohlen worden, hätte ich sie wohl nie gelesen. Aber diese Geschichte ist anders, tief, klar, frei von Kitsch und rosaroter Romantik, einfach nur beeindruckend und berührend.

Der Titel „Muskat“ hätte treffender nicht gewählt werden können, denn so wie dem märchenhaften Duft der Muskatblüte die bittere Süße der Frucht folgt, fühlt man in diesem Buch die bittere Süße der Liebe.

Muskat“ ist der vielversprechende Erstling von Kristin Valla. Ich wünsche diesem Buch viele Leser und freue mich auf weitere Bücher der Autorin. Leider gibt es ihr neues Buch noch nicht in deutscher Sprache.

Broschiert: 240 Seiten
Verlag:
Heyne (November 2002)
ISBN-10:
3453863798
ISBN-13:
978-3453863798
Gelesen:
Juli 2007

Deana Zinßmeister - Der Duft der Erinnerung

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Der Duft der Erinnerung“ ist die gelungene Fortsetzung von „Fliegen wie ein Vogel“. So abrupt wie der erste Teil endete, so lückenlos und harmonisch schloss sich der zweite Teil an. Problemlos war ich wieder in der spannenden Handlung um Luise und Duncan versunken.

Sehr gut gelingt es Deana Zinßmeister auch in diesem Buch, die Gefühle der Protagonisten zu schildern. Das geschieht auf eine so lebensnahe Art und Weise, dass man glauben könnte, es handele sich um reale Menschen und nicht um die Figuren in einem Roman. So fiel es mir leicht deren Denken und Tun nachzuvollziehen und mit ihnen zu fühlen. Trotz des leicht und flüssig zu lesenden Stils ist dieses Buch keine seichte oberflächliche Liebesgeschichte. Die Autorin hat auch tiefgehende Gedanken zu gesellschaftlichen Missständen und Ungerechtigkeiten zur Zeit der englischen Industrialisierung in ihren Roman eingebracht.

Die Charaktere haben sich in diesem 2. Teil auch weiter entwickelt. Sie erschienen mir menschlicher als im Vorgängerroman, auch weil sie in verschiedenen Situationen von Zweifeln gequält wurden. Sie waren eben nicht mehr nur gut, sondern hatten ihre Stärken und Schwächen deutlicher ausgeprägt.

Mir hat „Der Duft der Erinnerung“ noch besser als „Fliegen wie ein Vogel“ gefallen, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, zumal sich das Thema unauffällig durch den ganzen Roman schlängelt. Die Titelwahl hätte besser nicht sein können.

Und am Ende des Buches bleibt die Hoffnung, dass es vielleicht doch noch einmal eine Begegnung mit Luise, Duncan und den anderen geben könnte.

Die Leser, die „Fliegen wie ein Vogel“ nicht kennen, könnten auch problemlos den zweiten Teil lesen. Geschickt eingeschobene und den Handlungsablauf keineswegs störende Rückblicke machen die Geschichte stimmig.

Gebundene Ausgabe: 381 Seiten
Verlag:
Moments
ISBN-10:
3937670432
ISBN-13:
978-3937670430
Gelesen:
Mai 2007

Simone Behnke - Federspiel

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Von Liebesromanen bin ich eigentlich ja nur sehr schwer zu überzeugen, deshalb lese ich sie auch nur recht selten. Häufig wird alles zu rosarot und vorhersehbar geschildert. “Federspiel” aber war einer der besten Liebesromane, die ich gelesen habe. Elaine, die Journalistin aus der Großstadt und Thoralf, der naturverbundene Falkner, kamen als Menschen daher, jeder war in seinem Leben verwurzelt, hatte eigene Wertvorstellungen und Träume, Stärken und auch Schwächen. Vor allem die Schwächen haben es mir angetan. Sie waren weder gekünstelt noch wirkten sie aufgesetzt.

 

Der Roman ist leicht und flüssig zu lesen und es geht darin um viel mehr als “nur” um die romantische Liebe, es geht in dem Buch auch um den Sinn des Lebens, die Angst aufeinander zuzugehen und sich zu verlieren. Diese doch sehr tiefgehenden Gedanken finden insbesondere im 2. Teil des Buches ihren Niederschlag. Das und auch das überraschende Ende waren für mich eine angenehme Überraschung.

 

Dieses Buch habe ich sehr gern gelesen. Es hat mir über einige Stunden gute Unterhaltung geboten. Die Erzählungen rund um die Falknerei waren für mich das Sahnehäubchen.

 

Taschenbuch: 300 Seiten
Verlag:
Lübbe; Auflage: 1 (Januar 2005)
ISBN-10:
3404152611
ISBN-13:
978-3404152612
Gelesen:
März 2007

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